"Quo CLIMBis?" INTERNATIONAL FORUM am 06.05.2012

Der Berg: Archaischer Erlebnisraum oder Sportgerät?

MMM Firmian www.trentofestival.it
Sigmundskronerstr. 53
Bozen
Sonntag 14 Uhr

Round Table mit:
Hervé Barmasse (Italy) Hans Peter Eisendle (Italy) Robert Jasper (Switzerland) Luisa Jovane (Italy) Roger Schäli (Switzerland) Alexander Huber (Germany) Beat Kammerlander (Austria) Rolando Larcher (Italy) Heinz Mariacher (Italy) Denis Urubko (Kazakistan) Reinhold Messner

“Wir Bergsteiger sollten jedes Jahr eine Gelegenheit finden, uns zu treffen, um uns über die Zukunft des Alpinismus zu unterhalten, der schon seit langem zu einer globalen Tätigkeit geworden ist. Wir dachten an eine Begegnung auf Schloss Sigmundskron am Tage nach dem Trento Film Festival.
Am Sonntag, den 6. Mai werden wir im Rahmen des Forums „Quo CLIMBis?“ über die Entwicklung des Alpinismus sprechen. Ein Ereignis, das zum ersten Mal mein Museum, das Messner Mountain Museum, das Trento Film Festival und den IMS in Brixen – eine Veranstaltung, die in den letzten Jahren die aktuellsten Bergthematiken aufgeworfen hat – zu einer Seilschaft, einer kreativen Seilschaft, vereint.
Erstklassige Bergsteiger werden mit von der Partie sein. Mit ihnen werden wir diskutieren und überlegen, wie wir versuchen können, den Alpinismus zu retten.
Die Diskussion ist offen und frei, alle interessierten Alpinisten können, nach erfolgter Anmeldung im Sekretariat des Festivals, daran teilnehmen und ihre eigene Meinung sagen.”
Reinhold Messner

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27.04.2012

Wir suchen ab sofort Pächter für den gut eingeführten Gasthof Yak & Yeti (mit Landwirtschaft) in Sulden.
Tel.: 0471 631265 (zu Bürozeiten)
info@reinholdmessner.it

 

Reinhold Messner bei der Queen

Reinhold Messner, der gerade ein viel beachtetes Buch über den Wett-
lauf zu den Polen präsentiert hat, ist als Mitglied der Royal Geographical
Society zum großen Südpol-Event im Buckingham Palace in London ge-
laden. Queen Elizabeth empfängt am 8. Dezember Antarktis – Forscher
und Abenteurer aus aller Welt, um an die Tragödie zu erinnern, bei der
vor hundert Jahren die Südpol-Mannschaft um Robert Falcon Scott ums
Leben kam.

08.12.2011

Showalpinismus Wie viel Leistung steht hinter der Berg-Show?

IMS 2011 – International Mountain Summit

Beim diesjährigen IMS in Brixen wird Reinhold Messner in der Diskussionsrunde am 28.10.2011 zu diesem Thema teilnehmen;
Nach Zahlen- und Pistenalpinismus scheint sich das „Abenteuer Berg“ noch einmal zu wandeln. Alpinisten wie Touristen wollen heute Sicherheit und Abenteuer zugleich. All-inclusive. Auch die Show dazu! Und weil das Image den „Extremen“ wichtiger zu werden scheint als ihre Grenzgänge, Scheitern und Kreativität, ist Show-Time. Auch Guinnes-Time

. Ist es nicht so: Wer sich besser darstellt, hat Konjunktur? Wirken heißt das Zauberwort verunsicherter Perfektionisten, die immer und überall sicherstellen wollen, dass andere sie genau so sehen, wie sie selbst gern gesehen werden möchten. Man lässt sich beraten, damit alles passt: An welchen Orten, wann und wie Urlaub „Abenteuer“ wird, entscheidet schließlich eine Jury. Undarstellbare Selbsterfahrung zählt zuletzt weniger als das in Bits und Bytes abgespeicherte TV-Produkt oder Onlinepräsenz. Der Event ist in. Als Fiktion und mit hoher Pixelzahl wird er vielen Top-Athleten wichtiger als die Tiefe der Erinnerung.

Imageberater erklären den heutigen Stars, was wie auszusehen hat, wenn glatt ge-schliffene Wände von unten geklettert und von oben gefilmt werden – für Festivals in aller Welt. Wer für die Öffentlichkeit klettert, eckt nicht an, bezieht nie eindeutig Position, hat immer eine Hintertür offen. Wie die Sache ankommt, nicht was sie in uns auslöst steht im Focus. Wie bei der Produktion eines Spielfilms wird eine neue Route gebastelt. Genauso wie das „Abenteuer“ für die Leinwand. Das Unkonventionelle, das einst unabdingbar zum extremen Bergsteigen gehörte, ist passee.

Um Klarheit zu schaffen zwischen Abenteuer und Show gelte es, zwischen Spielszenen und Dokumentation zu trennen. Wie auch Werbung (bzw. Info zum Produkt) von der Spitzenleistung zu trennen ist. Wenn aber Testimonials mit Hilfe von Sponsoren in die Öffentlichkeit gehoben werden und nicht dank Ihrer Leistung, ist PR angesagt. Die Abfallprodukte des Abenteuers waren und sind Teil des Marktes, das Abenteuer selbst aber darf Selbstzweck bleiben. Alternativen zum marktgetriebenen Show-Alpinismus gibt es viele, keine aber verspricht zurzeit mehr Erfolg in der Szene als diese Art Show, die notgedrungen mit Netz und doppeltem Boden stattfindet. Umso spektakulärer wirkt sie. Die Folge: Nach dem Pisten-Alpinismus drängt der Show-Alpinismus in die Medien und damit ins Bewusstsein der Massen.

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Reinhold Messner nimmt Stellung zu facebook:

Reinhold Messners Aussagen stehen ausschließlich in seinen Büchern, alle dritten, die sich in facebook als Reinhold Messner ausgeben, haben nichts mit ihm zu tun. Reinhold Messner will und kann nicht auf alle Fehlinformationen reagieren.

 

DIE DOLOMITEN IM JAPANISCHEN FERNSEHEN

DIE DOLOMITEN – Primetime im japanischen Fernsehen

Ein Team des japanischen Fernsehkanals NHK Hi–vision dreht im Monat Oktober zusammen mit Reinhold Messner in den Dolomiten und in den Messner Mountain Museen.

Unter dem Titel: „Der natürliche Zauber der Dolomiten, von Reinhold Messner erzählt“, dreht ein Team des größten japanischen Fernsehsenders NHK aus Tokio seit Anfang Oktober eine große Fernsehproduktion im Dolomitenraum mit Reinhold Messner, die in mehreren Folgen in einer Gesamtlänge von 88 Minuten ausgestrahlt werden wird.

Das besondere Augenmerk der Japaner liegt auf den Freizeitmöglichkeiten in den Dolomiten,
wichtig ist ihnen auch die Kulturlandschaft; das heißt Almen, Bauernhöfe, die Architektur; und nur deshalb wird vor allem in Südtirol gedreht.

Dass auch Japan Interesse an den Dolomiten zeigt, hängt sowohl mit dem Eintrag der Dolomiten ins Weltnaturerbe der UNESCO zusammen, als auch mit der Popularität, die Reinhold Messner in Japan erlangt hat.

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Unsere Meinung zur Antersasc-Alm

SUMME AUS KULTUR- UND NATURLANDSCHAFT

Reinhold Messner nimmt Stellung zum Diskussionsfall Antersasc-Alm in der Puez in den Dolomiten

Der Fall Antersasc-Alm in der Puez in den Dolomiten hat wieder einmal ge-zeigt wie kontrovers Landschaftsschutz in Südtirol diskutiert wird: Prinzipiell eine erfreuliche Tatsache, wenn dabei nicht fundamentalistische Haltungen auf der einen wie auf der anderen Seite den Ton angeben. Von „Frevel“ war die Rede, von „Landschaftszerstörung“, sogar von „Verbrechen am Weltnaturer-be“. Dabei ging es ausschließlich um ein Stück unverwechselbarer Kulturland-schaft, die unabdingbar zu den Dolomiten gehört.

Es waren die lokalen Medien, die das Thema so oberflächlich und einseitig präsentierten, dass wieder einmal Natur- und Heimatschutz durcheinander gerieten. Mit der Frage: Muss jede Alm in Südtirol erschlossen werden? Dürfen Aufstiegsanlagen in die hintersten, oft noch unberührten Täler, und auf die höchsten Gipfel gezogen werden, war die zweite Frage. Braucht es Hotelan-lagen in Naturschutzgebieten? die dritte. Als ob erstere Problematik mit der Bauwut im einst unzugänglichen Hochgebirge gleichzusetzen wäre. Im Fall Antersasc-Alm geht es nicht um Wildnis, jenes ökonomische Abfallprodukt, das in den Dolomiten erst seit 100 Jahren einen Wert hat. Für die Ureinwohner war sie wertlos, gefährlich, zu meiden. Anders die Antersasc-Alm! Sie ist ein unverzichtbares Kulturgut, verdient Ensembleschutz und birgt eine Menge an Know-How zum Überleben im Gebirge.

Die Alm – 140 ha groß – garantiert einem Bauern das Überleben im Tal. Hütte und Stall sind an der lawinensichersten Stelle erbaut worden. Mit den Materia-lien vom Ort: Stein, Holz und gelöschtem Kalk. Der Kalkofen ist im Fundament noch sichtbar wie der Ziehweg auch, über den im Winter das Heu ins Tal ge-bracht wurde. Unsere Dolomiten-Almen sind bisher nicht aufgelassen worden, weil die Landesregierung half, diese Almen mit Forststraßen zu erschließen. Warum also soll ausgerechnet das Antersasc-Tal, das bisher kaum jemand kannte, veröden? Weil es als Teil des Weltnaturerbes aller Welt gehört? Nein, es gehört einem Bauern und als Kulturgut tragen wir Südtiroler die Verantwor-tung für den Erhalt. Auch wenn die Investitionen dabei nicht rentabel sind. Eine Almerschließung garantiert die Almbewirtschaftung und damit die Biodi-versität, auch eine traditionelle Wirtschaftsweise. Zum Vorteil für uns alle und das Weltnaturerbe.

Wenn wir unsere Almen bewirtschaftet sehen wollen, müssen sie erreichbar sein. Auf Antersasc würde ein schmaler Traktorweg auf der Trasse des alten Ziehweges genügen, um dem Bauern oder Pächter den Transport von Bau-materialien und dem Abtransport von krankem oder verunglücktem Vieh zu ermöglichen. Angesichts des Trends zur Regionalisierung als Antwort auf die Globalisierung wäre damit die Voraussetzung zur Verzahnung von Landwirt-schaft und Tourismus geschaffen. Ohne Bewirtschaftung hingegen verstraucht und verödet die Alm. Zum Weltnaturerbe der Unesco aber gehören die Al-men ebenso wie die „Wildnis“, die leider vielfach überstrapaziert wird.

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ZEIT-Reisen: Südtirol - Messners Welt

Vom 11.9. bis 19.9.2010: Wander- und Kulturreise zu den fünf Standorten des Messner Mountain Museums, an denen Reinhold Messner die Entwicklung der Bergvölker und des Alpinismus dokumentiert und verständlich macht.

Vorträge

Vorträge, Seminare, Incentives mit Bergwanderungen und Schlossführung

"Quo CLIMBis?"

INTERNATIONAL FORUM am 06.05.'12 Der Berg: Archaischer Erlebnisraum oder Sportgerät?

Zu Gast bei der Queen

Reinhold Messner, am 8. Dezember 2011 beim großen Südpol-Event im Buckingham Palace