13 Spiegel meiner Seele
Messner, Reinhold: Dreizehn Spiegel meiner Seele
Am 17. September 1994 feiert Reinhold Messner, der berühmteste Bergsteiger und Abenteurer unserer Zeit, seinen 50. Geburtstag. Dieses Datum ist für ihn Anlaß, ein Fazit aus einem halben Jahrhundert zu ziehen, das er zum großen Teil in der Grenz-zone zwischen Leben und Tod verbracht hat. Obwohl inzwischen dreifacher Vater, ist Reinhold Messner ein Halbnomade ge-blieben, dessen Unterwegssein zwischen Vortragssälen und Sandwüsten, Kinder-zimmer und Eismeer, Bazar und Museum, Tal und Gipfel pendelt: In dreizehn Ge-schichten, die alle Bereiche des Tat-Menschen Messner abdecken, versucht er, dem Geheimnis seines Lebens auf den Grund zu kommen. Es geht dabei nicht nur um die spektakulären Höhepunkte einer Bergsteigerkarriere - vielmehr um Erfahrungen, die er bisher noch nicht weitergegeben hat.

Er erzählt von seiner Burg Juval im Vinschgau ("Meine Fluchtburg"), vom tibetischen Sagenkönig Gesar, nach dem er seinen Sohn benannt hat, von seiner Familie, seiner Jagdleidenschaft. Der Bergbauer und Weltflüchtling begegnet uns in diesem Buch ebenso wie der "öffentliche" Reinhold Messner, der in überfüllten Arenen von seinen abenteuerlichen Reisen berichtet und Tausende in den Bann seiner Bilder und Ge-schichten schlägt - und der dann wenig später zum Opfer seiner Prominenz wird, wenn ihm im "Kiosk am Matterhorn" die "Versteckte Kamera" auflauert.